Wenn das Gefühl sagt „Es ist zu viel“ – Wege zu innerer Ruhe und Klarheit
Viele Menschen kennen dieses leise, schwer zu greifende Gefühl: Die Tage werden dichter, der Kopf voller, das Herz unruhiger. Man erledigt alles, was ansteht — im Job, zu Hause, in Beziehungen. Man funktioniert. Aber innerlich fühlt es sich enger an. Die Leichtigkeit fehlt, und das Leben wirkt eher wie ein „Durchhalten“ als wie ein eigenes Gestalten.
Selten gibt es einen Moment, an dem man eindeutig sagen könnte: „Hier hat es begonnen.“ Viel häufiger ist es ein langsames Abrutschen in eine Überforderung, die sich unauffällig in den Alltag schleicht. Man hat sich daran gewöhnt, sich anzupassen, zu leisten und die eigenen Bedürfnisse hintenanzustellen. Doch die Seele vergisst nicht.
In meiner Praxis für Psychotherapie in Villach erlebe ich oft, dass Menschen lange versuchen, alles alleine auszuhalten. Manche aus Scham, manche aus Unsicherheit, manche, weil sie glauben, stark sein zu müssen. Doch dieses innere „zu viel“ ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Zeichen von Menschlichkeit. Ein Signal, das uns aufmerksam machen will und uns einlädt, wieder mehr auf uns selbst zu achten.
Als personzentrierte Psychotherapeutin ist es mir ein Herzensanliegen, Sie auf diesem Weg zu begleiten. In diesem Artikel möchte ich erklären, wie psychische Belastung entsteht, woran wir früh erkennbare Warnsignale bemerken können — und wie Psychotherapie dabei hilft, innere Ordnung, Stabilität und neue Möglichkeiten zu finden, um das Leben wieder mit Freude zu gestalten.
1. Wie wir an unsere Grenzen geraten: Ein schleichender Prozess
Innere Überlastung entsteht selten plötzlich. Sie baut sich in kleinen Schritten auf — manchmal so unauffällig, dass wir lange nicht bemerken, wie sehr wir schon angespannt sind. Es ist, als würde man einen Rucksack immer weiter befüllen, ohne ihn jemals zu leeren.
1.1 Der innere Anspruch, „alles schaffen zu müssen“
Viele Menschen tragen unbewusste Überzeugungen in sich, die tief in der Kindheit oder durch gesellschaftliche Prägung verwurzelt sein können:
- Immer stark sein und niemals Schwäche zeigen.
- Niemanden enttäuschen und allen gerecht werden wollen.
- Bloß nicht zur Last fallen oder um Hilfe bitten.
- Funktionieren, egal wie es einem innerlich gerade geht.
- Sich nichts anmerken lassen und die Fassade wahren.
- Alles alleine bewältigen zu müssen – denn wer um Hilfe bittet, ist schwach.
Diese inneren Ansprüche können sehr stark sein — auch wenn sie uns selbst gar nicht bewusst sind. Sie führen dazu, dass wir immer wieder über unsere Grenzen gehen, ohne es zu merken, und dabei den Kontakt zu unseren wahren Bedürfnissen verlieren.
1.2 Der Alltag wird dichter – die Achtsamkeit leider nicht
Termine, Arbeit, Familie, soziale Erwartungen von außen … All das fordert enorme Energie. Und oft nehmen wir uns nicht die Zeit, die wir eigentlich bräuchten, um aufzutanken und innezuhalten:
- Zeit für echte Ruhe und Stille.
- Zeit zum Spüren, was unser Körper und unsere Seele gerade brauchen.
- Zeit zum Erholen, die über reines „Abschalten“ vor dem Fernseher hinausgeht.
- Zeit, uns selbst zuzuhören und die innere Stimme wahrzunehmen.
Wenn wir über lange Zeit in diesem „Funktionieren“-Modus leben, reagiert irgendwann die Psyche — und später oft auch der Körper. Es ist ein lauter Hilfeschrei des Systems.
1.3 Gefühle verschwinden nicht, nur weil wir sie wegdrücken
Alles, was wir nicht fühlen wollen oder können — sei es Trauer, tiefe Überforderung, Enttäuschung, Wut oder Angst — bleibt im Inneren aktiv. Es verpufft nicht einfach. Stattdessen bindet es enorme psychische Energie und manifestiert sich in verschiedenen Formen:
- Einer anhaltenden inneren Anspannung.
- Einer tiefen emotionalen Müdigkeit, die keine Freude mehr zulässt.
- Gereiztheit und Ungeduld im Umgang mit anderen.
- Innerer Unruhe, die sich oft auch körperlich bemerkbar macht.
- Einem Druckgefühl im Brustkorb oder Bauch.
- Dem allumfassenden Gefühl, innerlich „voll“ und überladen zu sein.
2. Die stillen Warnsignale: Wann innere Belastung zu groß wird
Viele Menschen erkennen erst im Rückblick, wie deutlich die Warnsignale eigentlich waren. In meiner psychotherapeutischen Praxis in Villach und in Online-Sitzungen sind es besonders oft folgende Anzeichen, die auf eine zu große innere Belastung hindeuten:
2.1 Erschöpfung, die trotz Schlaf und Ruhe bleibt
Man schläft ausreichend – und fühlt sich trotzdem müde, ausgelaugt und nicht erholt. Der Schlaf wird nicht mehr zur echten Regeneration genutzt.
2.2 Innere Unruhe oder nervöse Anspannung
Der Körper ist ständig in Alarmbereitschaft, der Atem flacher, das Denken rast schneller. Ein Gefühl, als würde man innerlich unter Strom stehen.
2.3 Das Gefühl, nicht mehr ganz „bei sich“ zu sein
Man ist zwar körperlich präsent, aber emotional und gedanklich nicht mehr wirklich mit sich selbst und dem Moment verbunden. Ein Gefühl der Entfremdung.
2.4 Rückzug und der Wunsch nach Stille
Kontakte und soziale Interaktionen, die früher Freude machten, werden plötzlich als zu viel empfunden. Man möchte sich nur noch verkriechen und „abschalten“.
2.5 Emotionen werden unberechenbarer
Plötzliches Weinen, starke Gereiztheit oder Überreaktionen auf Kleinigkeiten — oft ohne einen klaren Auslöser. Die emotionale Regulation gerät aus dem Gleichgewicht.
2.6 Schlafprobleme
Schwierigkeiten beim Einschlafen, häufiges Aufwachen in der Nacht oder viel zu frühes Erwachen, ohne wieder einschlafen zu können.
2.7 Das Gefühl, festzustecken
Man weiß nicht mehr, wie oder wo man anfangen soll. Eine innere Blockade, die lähmend wirkt und Perspektiven verschließt.
3. Warum Psychotherapie in Villach so wirkungsvoll entlastet
Psychotherapie, besonders der personzentrierte Ansatz, schafft etwas, das im Alltag kaum Raum findet: einen Ort, an dem alles, was innerlich schwer ist, einfach da sein darf. Hier begegne ich Ihnen als Katja Bulfon mit meinem Leitsatz: ZUHÖREN bedeutet zu hören, zu fühlen, zu achten.
3.1 Endlich nicht mehr alles in sich hineinfressen müssen
Viele Menschen führen seit Jahren innere Dialoge – voller Selbstkritik, Sorgen und ungesagter Gefühle. Aber kaum jemand hat einen Ort, an dem diese ausgesprochen und wirklich gehört werden können.
3.2 Gefühle ordnen sich, wenn man sie ausspricht
Wir können nur verstehen, was wir ausdrücken können. Wenn Gefühle Worte bekommen, und zwar in einem sicheren und wertschätzenden Rahmen, entsteht:
- Klarheit über das eigene Erleben.
- Struktur im emotionalen Chaos.
- Ein tieferes Selbstverständnis und die Akzeptanz der eigenen Innenwelt.
- Weniger innerer Druck und Anspannung.
- Ein bewussterer Umgang mit den eigenen Emotionen.
3.3 Alte Muster verlieren an Macht, sobald sie sichtbar werden
Viele Menschen leben nach Regeln und Glaubenssätzen, die sie nie bewusst gewählt haben – „Ich muss perfekt sein“, „Ich darf nicht nein sagen“. Wenn diese Muster sichtbar werden, können sie nicht mehr unbewusst wirken. Wir können sie hinterfragen, ihre Herkunft verstehen und uns bewusst für neue, gesündere Wege entscheiden.
3.4 Die therapeutische Beziehung wirkt heilend
Die bedingungslose Akzeptanz, das einfühlsame Verstehen und meine Echtheit als Person schaffen einen einzigartigen Raum. In dieser sicheren Beziehung erleben Klienten oft erstmals, wie es sich anfühlt, wirklich gesehen und angenommen zu werden. Diese Erfahrung ist zutiefst korrigierend und ermöglicht innere Heilung.
4. Wie Psychotherapie in Villach hilft, neue Stabilität aufzubauen
Stabilität entsteht nicht durch bloßes Funktionieren — sondern durch Selbstverstehen und das bewusste Gestalten des eigenen Lebens.
4.1 Wieder in Kontakt mit sich selbst kommen
In der Therapie entsteht oft erstmals wieder ein tiefer Kontakt zu den eigenen Bedürfnissen, den persönlichen Grenzen und der inneren Stärke, die in uns allen ruht.
4.2 Eigene Grenzen erkennen und ernst nehmen
Grenzen sind keine Mauern, die uns einschränken. Sie sind wie ein Kompass, der uns Orientierung gibt und uns schützt. Sie zu erkennen und zu kommunizieren, ist ein Akt der Selbstachtung.
4.3 Neue Wege finden, mit Belastungen umzugehen
Gemeinsam entwickeln wir in unserer psychotherapeutischen Arbeit in Villach und online Möglichkeiten, die im Alltag oft nicht sichtbar sind:
- Echte Entlastung im übervollen Alltag.
- Klarheit in verworrenen Gedanken und Gefühlen.
- Das Setzen von Prioritäten, die wirklich zu Ihnen passen.
- Inneren Halt und Stärke finden, auch in unsicheren Zeiten.
- Alte, hinderliche Muster verändern.
- Die eigenen Ressourcen und Stärken wieder aktivieren und nutzen.
5. Psychotherapie ist kein letzter Ausweg — sie ist eine Chance für Sie
Viele Menschen, die zu mir in die Praxis kommen, sagen irgendwann: „Ich hätte früher kommen sollen.“ Doch der Zeitpunkt ist nie falsch. Therapie ist kein Scheitern — sie ist ein mutiger Schritt der Selbstfürsorge und ein klares Ja zu Ihrem eigenen Wohlbefinden.
Fazit: Wenn es zu viel wird, müssen Sie nicht alleine weitergehen
Psychotherapie kann Ihnen helfen, innere Ordnung, Stabilität und neue Perspektiven für Ihr Leben zu entwickeln. Der erste Schritt ist die Entscheidung, nicht mehr alleine durchmüssen zu wollen, sondern sich Unterstützung und einen geschützten Raum für Ihr Wachstum zu gönken.
Ich, Katja Bulfon, freue mich darauf, Sie auf Ihrem individuellen Weg zu begleiten – vertrauensvoll, achtsam und wertschätzend.
Herzlichst,
Ihre Katja Bulfon


